In Kapstadt fällt die Orientierung anhand der Berggipfel relativ leicht. Wenn man weiss, dass der Tafelberg umgeben ist von Devil’s Peak, Lion’s Head und Signal Hill und man die ungefähre Lage kennt, ist der Rest schon gar nicht mehr schwer. Die Innenstadt lässt sich locker zu Fuss erkunden, Parkmöglichkeiten gibt es z.B. an der Waterfront ausreichend.

Sightseeing

  • Long Street

Sie ist die Flaniermeile Kapstadts. Nicht nur, dass sich tagsüber ein Strassencafe an das nächste reiht, sie ist auch noch sehr schön anzuschauen. Jede Menge Häuser im viktorianischen Stil erbaut, geben einen guten Eindruck, wie es in Kapstadt wohl anno dazumal ausgesehen hat. Von Mittwoch bis Sonntag Nacht ist hier Partyzone-Sperrgebiet. Nirgends funktioniert das Miteinander der verschiedensten Nationalitäten und Abstammungen besser als beim gemeinsamen Feiern. Ein Muss für alle, die sich für das wahre Leben in Kapstadt  interessieren.

 

  • Green Market

Nur eine Querstrasse von der Long Street entfernt stösst man direkt auf den kleinen Marktplatz der an 6 Tagen in der Woche geöffnet ist. Hier wird jede Menge Trödel wie Textilien und Mitbringsel in kleinen Ständen verkauft, man kann aber auch Kunsthandwerk dazu sagen. Auf jeden Fall eine nette Abwechslung zu den grossen Shopping Malls und ein Hauch vom Leben in Afrika ist inklusive.

 

  • Waterfront

 Die Waterfront ist auf dem Gelände des alten Hafens entstanden. Heute legen die Containerschiffe ein paar Meter weiter in den neuen Hafenanlagen an. Die Waterfront wurde in den 90iger Jahren vollkommen restauriert und erweitert. Man findet jede Menge Restaurants, Hotels und Bistros. Aber auch ein Theater, Museen und das grosse IMAX-Kino im BMW-Pavillion sind fester Bestandteil der Meile. Nicht zu vergessen natürlich das Two Oceans Aquarium. Wer sich für die "bayerische Kultur" made in SA interessiert, dem sei das Paulaner Festzelt empfohlen. Jede Menge Strassenkünstler sorgen für spontane Unterhaltung.

  • Camps Bay

 Der Ort ist eigentlich schnell beschrieben, man kann es aber nur verstehen, wenn man einmal dort war. Sehen und gesehen werden heisst die Devise in diesem leicht elitären Beachresort hinter dem Tafelberg direkt zu Füssen der 12 Apostel.  Eigentlich gibt es nur einen Beach und dahinter eine Strasse mit netten Strassencafes. Das Publikum ist jedoch eher erfrischend und international. Zur so- genannten Kap-Riviera gehört auch noch der Nachbarort Clifton. 4 kleine Strandabschnitte, brav durchnummeriert, ermöglichen eine gewisse Eindeutigkeit bei Gebietsansprüchen des knappen Badeplatzes.

 

Shopping

Bargeldloses zahlen per Kreditkarte ist in allen grösseren Geschäften möglich. Geld abheben ist am günstigsten mit der EC-Karte und an fast allen Bankautomaten möglich. Die Öffnungszeiten sind von Shop zu Shop unterschiedlich. Supermärkte sind in der Regel werktags von 9-17 Uhr, Samstags bis 16 Uhr und Sonntags bis 13 Uhr geöffnet. Die grossen Shoppingcenter sind aber abends und am Wochenende noch länger geöffnet. Der Seven Eleven gehört zu einer beliebten Supermarktkette. Die haben jeden Tag von 7 Uhr bis 11 Uhr auf.

  • Century City

Ja, was soll man dazu noch sagen. Einfach hinfahren und Bausteine klotzen. Die meisten Shopping-Center in Deutschland werden einem danach wie gemütliche Tante Emma Läden vorkommen. Ob man so etwas wirklich braucht, noch dazu in Südafrika, sei ausser Frage gestellt, aber Spass macht´s trotzdem in diesem Konsumtempel mit Strandsandalen entlang zu schlendern. Wenn man noch ein Mitbringsel braucht, dann sollte man hier auch was finden.

  • Victoria & Alfred Mall

Natürlich muss es so etwas auch an der Waterfront geben. Der Vorteil, man muss nicht extra hinfahren, sondern man kommt auf dem Weg in die Innenstadt praktisch schon fast vorbei. Nette kleine Verkaufsstände lassen inmitten der Mall etwas mehr Gemütlichkeit aufkommen als der Palast von aussen suggerieren mag.

 

Museen

Ja, auch die gibt es. Vielleicht sollte man einen Besuch nicht unbedingt vom schlechten Wetter abhängig machen, das könnte dann ins nicht vorhandene Wasser fallen... Ganz oben auf meiner Prio-Liste stehen die National Art Gallery mit 6500 afrikanischen und europäischen Kunstwerken. Sowie das Cultural History Museum und das South African Museum. Wem das nicht reicht, sei noch Bo-Kaap Museum der moslemischen Minderheit und im Gegensatz das das Jewish Museum empfohlen. Einen vollständigen Verweis auf die Museumslandschaft findet ihr hier.

 

Weinbaugebiete

Der Weinbau hat in der Kap-Region eine noch längere Tradition als das Surfen. Bereits auf der Südseite des Tafelbergs befinden sich bereits die ersten  Weinbaugebiete. Das "Südtirol Afrikas" beginnt dann etwa eine halbe Stunde landeinwärts Richtung Stellenbosch. Nicht nur Wein sondern Obst gedeihen in den grossen Plantagen prächtig. Besonders beliebt sind Weintouren zu diversen Gütern in der Gegend. Diese sind auf Weinproben in ihren kapholländischen Gütern bestens eingerichtet.